Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns auf 20 Euro für Mitarbeiter der Passagier-, Fracht-, Personal- und Güterkontrolle an allen deutschen Flughäfen. Ein Mitarbeiter der Passagierkontrolle an einem der beiden Berliner Flughäfen erhält derzeit 17,12 Euro pro Stunde. Tegel besteht aus fünf Terminals. Da der Flughafen im Vergleich zu anderen großen Flughäfen klein ist, können diese Terminals als « Hallen » oder « Boarding-Bereiche » betrachtet werden; dennoch werden sie offiziell als « Terminals » bezeichnet, auch wenn sie dasselbe Gebäude teilen. Das Bodenpersonal ist für das Einchecken, Be- und Entladen von Flugzeugen und die Leitung von Flugzeugen auf dem Rollfeld der Berliner Flughäfen zuständig. Seit der deutschen Wiedervereinigung ist der Flugverkehr in Berlin stark gewachsen. 1991 belief sich das Passagieraufkommen der Flughäfen der Stadt auf 7,9 Millionen pro Jahr. 2014 waren es 28 Millionen. [318] Wenn Berlin Brandenburg eröffnet, wird es eine Kapazität von 27 Millionen Passagieren pro Jahr haben. [319] Es gibt Bedenken, dass der Flughafen bei der Eröffnung nicht genügend Kapazität haben wird, und es gibt bereits Pläne für den Ausbau. [320] Es kann um bis zu zwei Satellitenhallen erweitert werden, wodurch sich die Terminalkapazität auf 45 Millionen mit Start- und Landebahnen belaufen kann, die 50 Millionen Passagiere pro Jahr aufnehmen können.

Die beiden Satelliten, die sich auf dem Vorfeld parallel zum Hauptpier befinden und durch Tunnel miteinander verbunden sind, sind in der Baugenehmigung des Flughafens Berlin Brandenburg enthalten. Dies bedeutet, dass sie jederzeit ohne weitere regulatorische Hürden oder die Möglichkeit von Einwänden Dritter gebaut werden könnten. Eine mögliche dritte Start- und Landebahn könnte im Süden liegen, obwohl es solche Pläne bis heute nicht gibt. [321] Was die Frachtziele angeht – in Schönefeld gibt es keine. Darüber hinaus verzeichnet keiner der Peer-Group-Flughäfen außer Frankfurt, das das deutsche Luftfrachtgeschäft vollständig kontrolliert. Während die Gewerkschaftsführer der Außenwelt noch laut verkündeten, der nationale Tarifvertrag sei ein « Ziel », hatten sie längst begonnen, interne Verträge mit minimalen Erhöhungen hinter verschlossenen Türen an einem Flughafen nach dem anderen zu arrangieren. Das war auch in Berlin der Fall. Das Verhandlungsergebnis wurde von den meisten Arbeitnehmern scharf verurteilt und in der anschließenden Abstimmung abgelehnt, zumal es nur eine minimale Lohnerhöhung bedeutete. Die Gewerkschaft hat dies nicht anfechte, sondern den Tarifvertrag ohnehin einfach unterschrieben. Es hätte sein können, dass ein deutsches Unternehmen – Hochtief – Eigentümer der beiden bestehenden Berliner Flughäfen und Eigentümer/Entwickler von BBI wurde, aber das Konsortium, das Hochtief zur Entwicklung von BBI führte, wurde mit einem anderen von IVG und Flughafen Wien geführten in einen Rechtsstreit verwickelt, und sein Vertrag wurde für nichtig erklärt. Seitdem wurde der Privatisierungsplan abgebrochen, und die Verantwortung für die bestehenden und neuen Flughäfen wurde bei der FBB übertragen.

Letzteres begann mit dem Verkauf von British Airways Mitte 2003 für symbolische 1 ( 72p) seiner deutschen Tochter dBA an die Intro Verwaltungsgesellschaft, eine Nürnberger Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft unter der Leitung des deutschen Unternehmers Hans Rudolf Wöhrl, die die deutsche Charterfluggesellschaft Eurowings gründete und auch ehemaliges DBA-Vorstandsmitglied war. [129] [130] Eine weitere Konsolidierung der deutschen Fluggesellschaften von Tegel erfolgte, als Air Berlin kurz vor dem Tod des Gründers der Fluggesellschaft eine Vereinbarung zur Übernahme der Geschäftsführung von Germania einging, DBA übernahm und die Kontrolle über Die LTU übernahm.